Fernsehen, Online-Spiele, Internet und Handy: Die virtuelle Welt hat längst Einzug ins Kinderzimmer gehalten. Bei jeder Gelegenheit simsen, mailen und chatten die "Digital Natives" mit ihren Freunden und bewegen sich selbstverständlich in Sozialen Netzwerken wie die Eltern früher auf dem Spielplatz oder im Jugendtreff. Mit dem Unterschied, dass keine Haustür und Öffnungszeiten Grenzen vorgeben. Wie also geht man am besten damit um? Drei Besispielfragen und -antworten aus der SCHAU HIN!-Aktion.
Auch beim Essen sind die Kids schwer von ihrer Konsole oder dem Handy zu trennen.
Tipp SCHAU HIN!:
Das gemeinsame Essen ist für Kinder ein wichtiges Familienerlebnis. Sie erleben dabei Geborgenheit und können sich mit Geschwistern und erwachsenen Familienmitgliedern austauschen. Eltern sollten die gemeinsamen Mahlzeiten als Familienzeit aufrecht erhalten und schützen.
"Störer" wie das Handy, die Spielkonsole oder der Fernseher sollten dabei ausgeschaltet bleiben. Das gilt für Kinder wie für Eltern. Wenn beim Essen das Telefon klingelt, sollten Sie sich vorbildlich verhalten. Sie können die Anrufer bitten, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anzurufen oder einfach gleich den Anrufbeantworter einschalten und nach dem Essen abhören. Je konsequenter Sie sich an diese Regel halten, desto besser können Sie diese auch gegenüber Ihren Kindern durchsetzen, was Sie unbedingt tun sollten.
Ein Mädchen kann sich vom Fernseher nicht trennen.
Tipp SCHAU HIN!:
Kein Fernsehen direkt vor dem zu Bett gehen - gerade die jüngeren Kinder bleiben dann durch die Bild- und Tonreize zu aufgedreht. Eltern sollten zum Abschluss des Tages einen festen Ablauf schaffen, bei dem der Fernseher keine Rolle spielt. Das kann das Vorlesen, das Erzählen über die Erlebnisse des Tages oder eine Hörgeschichte sein. Kinder freuen sich auf solche Rituale und akzeptieren dann auch leichter, dass der Fernseher ausgeschaltet wird.
Ein Junge surft im Netz.
Tipp SCHAU HIN!:
Was Kinder in ihren sozialen Netzwerken erleben, können Eltern nicht durch Kontrolle herausfinden. Denn tatsächlich möchten Kinder sich auch unbeobachtet bewegen können. Fühlen sie sich kontrolliert, werden sie auch dafür sorgen, dass sie unbeobachtet sind. Daher sollten Eltern versuchen, durch Fragen und Gespräche herauszufinden, welche sozialen Netzwerke ihre Kinder nutzen und aus welchen Gründen sie das tun. Wenn Kinder merken, das Interesse ist echt, ergibt sich sicher auch schnell ein Gespräch darüber, wer heute alles "on" war, wann man sich wieder trifft und worum es so ging.
Eltern sollten generell darauf achten, dass ihre Kinder altersgerechte Netzwerke nutzen. Wenn ihr Kind ein Profil in einem nicht altersgerechten sozialem Netzwerk wie z.B. Facebook hat, sollten sie darauf bestehen, dass Kinder dieses löschen. Im Gespräch sollten Eltern dann erklären, warum es besser ist, kindgerechte soziale Netzwerke zu nutzen.