Anna und die wilden Tiere: Wenn der Eisbär fliegen muss

Sa, 30.12.17 | 07:15 Uhr

Anna und die wilden Tiere Wenn der Eisbär fliegen muss
Anna entdeckt ihren ersten Eisbären in freier Wildbahn bei seiner Lieblingsbeschäftigung: schlafen. | Bild: BR/Text und Bild Medienproduktion GmbH & Co.KG/Karl Teuschl

Ein Schneesturm peitscht vom Meer übers Land, langsam rollt ein riesiger Buggy durch die Tundra. Die Räder graben sich durch tiefe Schlammlöcher und fast zugefrorene Wasserläufe. Am Steuer dieses irrwitzigen Gefährts sitzt Anna. Im Norden Kanadas, an der Hudson Bay, hält die Tierreporterin Ausschau nach einem der größten Raubtiere der Erde: dem Eisbären. Ein Tier, das im wahrsten Sinn des Wortes den Boden unter den Füßen verliert. Das hört sich lustig an, ist aber eigentlich eine traurige Geschichte.

Für Anna beginnt sie im Zoo von Winnipeg. Dort bestaunt sie Eisbär Hudson, den Star des Zoos. Er ist vier Jahre alt, fast schon 400 Kilogramm schwer – und er wächst noch! Hingerissen ist Anna aber von dem jüngsten Zuwachs, den zwei jungen Eisbären Star und Blizzard. Die Bärengeschwister sind eines Tages mutterlos in der Nähe von Churchill, einem Küstendorf an der Hudson Bay, aufgetaucht. Alleine hätten sie keine Chance gehabt, die nächsten Monate zu überleben. Also haben Ranger die zwei Bären eingefangen und per Flugzeug nach Winnipeg gebracht. Im Zoo haben sie zwar nur ihr Gehege, aber immerhin leben sie und können die Besucher auf das Schicksal der Eisbären aufmerksam machen.

Für Anna steht fest: Sie will sich die Heimatregion von Star und Blizzard genauer anschauen, sie will nach Churchill. Nirgendwo sonst auf der Welt kommen Eisbären in freier Wildnis so nah an Siedlungen von Menschen heran. Und das ist kein Zufall, denn Eisbären leben bekanntlich im Eis und Schnee der Arktis. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. ihr Lebensraum verändert sich nämlich ständig. Nur im Winter jagen sie Robben auf dem Packeis. Wenn im Sommer das Eis schmilzt, wandern die Bären an Land und verbringen die wärmeren Monate in der Tundra. Direkt auf ihrer Marschroute liegt Churchill.

Warm eingepackt entdeckt Anna das Küstendorf und seine Umgebung. Einwohnerin Lynn erzählt ihr von ihrer Begegnung mit einem Eisbären. Immer öfter dringen die Raubtiere auf Futtersuche direkt in das Dorf ein. Ein Ranger nimmt Anna mit auf Bären-Patrouille und ihr, wie man die Menschen vor den Eisbären und die Eisbären vor den Menschen beschützen kann. Um Eisbären außerhalb von Churchill zu suchen, nimmt Anna schließlich selber das Steuer in die Hand. Eine Begegnung mit einem der größten Raubtiere unserer Erde ist garantiert.

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