"Was mach' ich, wenn…?"

SCHAU HIN! gibt Eltern Tipps für konkrete Alltagssituationen

Häufig müssen Eltern Entscheidungen zur Medienerziehung ihrer Kinder treffen: Was mache ich, wenn meine Tochter von der Schule nach Hause kommt und Fernsehen schauen will anstatt Hausaufgaben zu machen? Was, wenn mein Sohn beim gemeinsamen Abendessen ständig mit seinem Smartphone spielt? In den Elternfragen gibt der Medienratgeber SCHAU HIN! Eltern Tipps, wie sie mit solchen alltäglichen Situationen umgehen können.

Die Elternfragen finden Interessierte in den fünf Medienbereichen Internet, Soziale Netzwerke, Mobile Geräte, Games und TV & Film. Die Fragen beziehen sich auf ganz alltägliche Situationen wie sie in jeder Familie vorkommen können. Der SCHAU HIN! Tipp gibt dazu Antworten. Zudem zeigt SCHAU HIN! zu jeder Situation, wo Eltern weiterführende Informationen finden können.

Dazu SCHAU HIN! Sprecherin Susanne Rieschel: "Uns war es wichtig, Situationen zu besprechen, die im Alltag tatsächlich vorkommen. Deshalb sind wir auf Elternabende gegangen, haben vor Ort mit Eltern gesprochen und deren Fragen dokumentiert." 

Die Elternfragen sind kein abgeschlossenes Projekt, denn Eltern sind herzlich eingeladen ihre Fragen an SCHAU HIN! zu stellen. Beantwortet werden diese von SCHAU HIN! Mediencoach Kristin Langer, erfahrene Medienpädagogin und selbst Mutter. Sie stand auch bei vielen Elternabenden Rede und Antwort: "Spannend ist zu sehen, dass es nicht immer nur eine 'richtige' Lösung gibt. Aber es ist wichtig, dass Eltern einen Standpunkt finden und darauf achten, wie und wie lange ihre Kinder elektronische Medien nutzen. Dabei hilft ihnen SCHAU HIN!." 

Drei praktische Beispiele für Eltern:

Fernsehen, Online-Spiele, Internet und Smartphone: Die virtuelle Welt hat längst Einzug ins Kinderzimmer gehalten. Bei jeder Gelegenheit spielen, mailen und chatten die "Digital Natives" mit ihren Freunden und bewegen sich selbstverständlich in sozialen Netzwerken wie die Eltern früher auf dem Spielplatz oder im Jugendtreff. Mit dem Unterschied, dass keine Haustür und Öffnungszeiten Grenzen vorgeben. Wie also geht man am besten damit um?

Was mach' ich, wenn …

… beim Essen ständig Handy, Nintendo oder Fernseher im Einsatz sind?

Schau hin! Kinder Mediennutzung: Junge mit Smartphone
Auch beim Essen sind die Kids schwer von ihrem Smartphone zu trennen.  | Bild: photos.com

Tipp SCHAU HIN!:

Das gemeinsame Essen ist für Kinder ein wichtiges Familienerlebnis. Sie erleben dabei Geborgenheit und können sich mit Geschwistern und erwachsenen Familienmitgliedern austauschen. Eltern sollten die gemeinsamen Mahlzeiten als Familienzeit aufrechterhalten und schützen.  

"Störer" wie das Handy, die Spielkonsole oder der Fernseher sollten dabei ausgeschaltet bleiben. Das gilt für Kinder wie für Eltern. Wenn beim Essen das Handy klingelt, sollten Sie sich vorbildlich verhalten. Sie können die Anrufer bitten, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anzurufen oder einfach gleich die Mailbox einschalten und nach dem Essen abhören. Je konsequenter Sie sich an diese Regel halten, desto besser können Sie diese auch gegenüber Ihren Kindern durchsetzen, was Sie unbedingt tun sollten. 

… es abends, vor dem Schlafengehen, Streit gibt, wann der Fernseher ausgeschaltet wird?

Schau hin! Kinder Mediennutzung: Junge vor dem Fernseher mit Fernbedienung
Wissen Sie, was Ihre Kinder anschauen? | Bild: photos.com

Tipp SCHAU HIN!:

Kein Fernsehen direkt vor dem Zubettgehen – gerade die jüngeren Kinder bleiben dann durch die Bild- und Tonreize zu aufgedreht. Eltern sollten zum Abschluss des Tages einen festen Ablauf schaffen, bei dem der Fernseher keine Rolle spielt. Das kann das Vorlesen, das Erzählen über die Erlebnisse des Tages oder eine Hörgeschichte sein. Kinder freuen sich auf solche Rituale und akzeptieren dann auch leichter, dass der Fernseher ausgeschaltet wird. 

… ich wissen will, was meine Kinder in sozialen Netzwerken erleben?

Schau hin! Kinder Mediennutzung: Mädchen mit einem Tablet
Am liebsten nutzen Kinder die Medien ohne ihre Eltern. | Bild: photos.com

Tipp SCHAU HIN!:

Was Kinder in ihren sozialen Netzwerken erleben, können Eltern nicht durch Kontrolle herausfinden. Denn tatsächlich möchten Kinder sich auch unbeobachtet bewegen können. Fühlen sie sich kontrolliert, werden sie auch dafür sorgen, dass sie unbeobachtet sind. Daher sollten Eltern versuchen, durch Fragen und Gespräche herauszufinden, welche sozialen Netzwerke ihre Kinder nutzen und aus welchen Gründen sie das tun. Wenn Kinder merken, das Interesse ist echt, ergibt sich sicher auch schnell ein Gespräch darüber, wer heute alles "on" war, wann man sich wieder trifft und worum es so ging. 

Eltern sollten generell darauf achten, dass ihre Kinder altersgerechte Netzwerke nutzen. Wenn ihr Kind ein Profil in einem nicht altersgerechten sozialem Netzwerk wie z.B. Facebook hat, sollten sie darauf bestehen, dass Kinder dieses löschen. Im Gespräch sollten Eltern dann erklären, warum es besser ist, kindgerechte soziale Netzwerke zu nutzen. Und entsprechende Alternativen, zum Beispiel den Kinderchat von "seitenstark.de", aufzeigen. 

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