Anna und die wilden Tiere

Sa., 08.02.20 | 07:10 Uhr

PlayDie Graugans hat ganz graues Gefieder. Sie gehört zur Familie der Entenvögel.
Anna und die wilden Tiere | Video verfügbar bis 09.05.2020 | Bild: BR

"Dumme Gans" wird oft als Schimpfwort benutzt, wenn jemand sich tollpatschig benimmt. Aber damit tun wir einem intelligenten und geselligen Vogel sehr unrecht. Graugänse zum Beispiel fliegen auf ihrem Zug in den Süden in energiesparenden Flugformationen, sie erkennen ihre Familienmitglieder an der Stimme und Graugans-Paare bleiben ein ganzes Leben lang zusammen und ziehen gemeinsam ihre Jungen auf. Damit die Kleinen wissen, wem sie folgen müssen, werden sie in den ersten Lebensstunden auf ihre Eltern geprägt. Die Prägung beschränkt sich jedoch nicht nur auf Gänse: Wer beim Schlüpfen von Graugansküken zusieht, muss aufpassen, nicht als "Gänsemama" auserkoren zu werden.

Das kann Anna bei ihrem Besuch in der Konrad-Lorenz-Forschungsstelle in Grünau allerdings nicht passieren. Die Gössel, so heißen Gänseküken, sind nämlich schon fast alle geschlüpft und im Alter von ein paar Tagen noch tierisch süß und flauschig gelb. Doch die ersten Tage im Frühjahr sind hart und nicht jedes Küken überlebt.

Zusammen mit Gänseforscherin Dido verbringt Anna einen Tag an der Forschungsstelle: Sie zählen die Gössel, waten in Wathosen zu Bruthütten, sie füttern die Gänse, bringen neue Erkennungsringe an den Watschelfüßen an und sammeln Kot für das Labor. Unter dem Mikroskop stellt sich heraus: Eine entspannte Gänsemama hat auch eine gute Verdauung.