Arktis Mission (4)

Sa, 30.11.19 | 06:20 Uhr

Immer wieder führt der Weg von Johanne, Johannes, Elias, Erika und Aleksander (von li nach re) an gefährlichen Eisrinnen entlang.
Immer wieder führt der Weg von Johanne, Johannes, Elias, Erika und Aleksander an gefährlichen Eisrinnen entlang. | Bild: SWR/BetaFilm / Petter Strom

Die Kälte zehrt an den Kräften, daher fällt es Erika und Johanne am nächsten Tag besonders schwer, aus dem warmen Schlafsack zu kriechen. Das Expeditionsteam hat bereits die Hälfte der Strecke geschafft, wenn auch mit Unterstützung der Eisdrift, die sie dem Nordpol entgegengetrieben hat. Plötzlich kommt ein Sturm auf - die vier müssen eine Zwangspause einlegen und im Zelt bleiben. Keiner weiß, wie lange sie im Eis gefangen sein werden. Doch Aleksander hat eine Überraschung, die sie für einen Moment all ihre Sorgen vergessen lässt.

Nach mehr als 24 Stunden ist der Sturm soweit abgeflaut, dass das Team seine Expedition fortsetzen kann. Erneut werden sie mit einer Auswirkung des Klimawandels konfrontiert: Auf dem dünner und leichter werdenden Eis wurden sie während des Sturms 18 Kilometer weit getrieben. Aufgrund der Eisdrift hat das Expeditionsteam nur noch zwei Tagesmärsche vor sich. Doch auf ihrem Weg stoßen sie auf eine extrem breite Eisrinne. Um diese zu überwinden, müssen sie ihre Schlitten zu einem Floß zusammenbinden.

Nachdem sie sehr unter der Kälte zu leiden hatte, ist Erika froh, am Ziel angekommen zu sein.
Nachdem sie sehr unter der Kälte zu leiden hatte, ist Erika froh, am Ziel angekommen zu sein. | Bild: SWR/BetaFilm / Petter Strom

Nach einer letzten Nacht auf dem Eis leiden alle – besonders Erika –unter den körperlichen Anstrengungen und den extremen Temperaturen von minus 20 Grad. Schließlich haben sie es geschafft. Sie erreichen den Nordpol! Doch die Aufgabe des Teams ist noch nicht beendet: Um ihre Erkenntnisse über die Auswirkungen des Klimawandels am Nordpol zu präsentieren, hoffen sie auf eine Einladung zum Weltklimagipfel in Paris.

Johannes, Johanne, Erika und Elias halten auf der Weltklimakonferenz in Paris im Dezember 2015 eine Rede.
Johannes, Johanne, Erika und Elias halten auf der Weltklimakonferenz in Paris im Dezember 2015 eine Rede. | Bild: SWR/BetaFilm / Petter Strom

Die Nordpolexpedition von Erika, Johanne, Elias und Johannes findet ein reges Medieninteresse. Ihrer Unterschriftenaktion zur Rettung des Klimas schließen sich weltweit 25.000 Kinder und Erwachsene an, selbst führende norwegische Politiker unterstützen sie. An Bord des Forschungsschiffes "Lance" treffen Erika und Johannes den Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon. Und ihr Traum geht in Erfüllung: Er lädt sie zum Weltklimagipfel in Paris ein. Als sich die vier auf den Weg nach Paris machen, bleibt ihnen nicht mehr viel Zeit, um an ihrer Rede zu arbeiten. Doch die Formulierungen und die Übersetzung ins Englische bereiten ihnen Probleme. Je näher ihr Auftritt rückt, desto stärker lastet der Druck auf ihnen. Werden die vier es schaffen? Werden sie die Politiker aus aller Welt überzeugen können? Werden Erika, Johanne, Elias und Johannes ihrer Generation Gehör verschaffen?

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