Paula und die wilden Tiere

Sa., 28.03.20 | 07:10 Uhr

Paula und die wilden Tiere Familie Klippschliefer
Ein Klippschliefer beim Fressen. | Bild: BR

Paula macht sich heute auf die Suche nach Klippschliefern. Schon mal von diesem Tier gehört? Die pelzigen Vierbeiner sehen aus wie Murmeltiere, haben aber mit den Erdhörnchen weiter nichts am Hut. Denn zu den Verwandten der Klippschliefer zählen dafür Elefanten und Seekühe. Das klingt ja völlig verrückt. So ein kleines Tier hat so große Onkels und Tanten? Das will Paula natürlich genauer wissen.

Bevor die Reporterin die scheuen Klippschliefer aber sehen kann, hört sie die lustigen Tiere. Klippschliefer, vor allem die Männchen, sind nämlich begnadete Sänger – soweit man überhaupt von Gesang sprechen kann. Denn sie pfeifen, keifen und bellen. Forscher wollen sogar komplizierte Tonabfolgen und Melodien herausgehört haben. Die Klippschlieferweibchen sind von den "Sängerknaben" zutiefst beeindruckt und liegen ihnen gleich reihenweise zu Füßen. Bis zu 20 Damen darf ein Herr beglücken. Die Schweißfüße scheinen beim Liebesspiel Niemanden zu stören. Denn Klippschliefer benässen ständig ihre gepolsterten Fußsohlen mit Schweiß, sodass die Füße, wenn sie ihre Fußsohlenmuskeln anspannen, an steilen Felswänden wie ein Saugnapf funktionieren. Sehr praktisch.

So ein Harem bedeutet gleichzeitig auch viel Arbeit und Ärger. Denn gerade in der Paarungszeit schlafen die Konkurrenten nicht: Immer wieder versucht ein Rivale, ein Weibchen oder gleich den ganzen Harem für sich zu gewinnen. Das will der Haremsherr natürlich um jeden Preis vermeiden und so kommt es zu Rangeleien, bei denen auch mal ein Ohr verloren gehen kann. Den Chef der Bande erkennt Paula deshalb schnell; er sieht aus wie ein gerupftes Hühnchen.

Nach so viel Stress gibt es als Belohnung einen Leckerbissen: Paula füttert die Klippschliefer mit Ugali, einem Maisbrei. Jetzt sind alle zufrieden und zur Entspannung gibt’s erst mal ein Sonnenbad, denn Klippschliefer sind echte Sonnenanbeter. Sie können stundenlang in den Himmel starren. Ihre Pupillen werden dabei winzig klein, und eine dunkle Schicht auf der Netzhaut schützt vor den Sonnenstrahlen. Da legt sich Paula gleich mal dazu – natürlich mit Sonnenbrille.

Erstausstrahlung: 28.09.2013